Außenabdichtung

Dichtungsschlämmen

Üblicherweise werden Bauwerke während der Bauphase von außen abgedichtet. Ist dies nicht passiert oder die Materialeigenschaften haben während der Nutzungsphase nachgelassen, so kann der Sanierungsfall eintreten. Auch für diesen Fall gibt es verschiedene Möglichkeiten der Sanierung. Die naheliegendste ist die Abdichtung von außen. Im Vorfeld sind damit ggf. Erdarbeiten zum Freilegen der Wände von außen verbunden. Für die Abdichtung greifen wir üblicherweise auf eine mineralische, kunststoffmodifizierte Dickbeschichtung mit Gewebeeinlage zurück, die vollflächig von außen aufgetragen wird. Aber auch bituminöse Abdichtungssysteme oder Sonderlösungen wie z.B. die Schleier- oder Mauerwerksinjektion sind möglich. Wichtig ist im Anschluss auch der Schutz der Abdichtung, um eine Beschädigung durch äußere Einflüsse zu verhindern. Neben einzubauenden Folien, Noppenbahnen, Kombinationen mit Vlieseinlage o.ä. bauen wir auch Perimeterdämmungen ein, die neben einem guten Schutz der Abdichtung eine energetische Verbesserung mit sich bringen.

Schleierinjektion und Mauerwerksinjektion

Eine Sonderform der Außenabdichtung stellen die Schleierinjektion oder Mauerwerksinjektion dar. Es handelt sich hierbei um flächige Außenabdichtungen, die von innen eingebaut werden.

Die Schleierinjektion kommt dann zum Tragen, wenn von außen kein Herankommen möglich ist wie z.B. bei Tunneln, Tiefgaragen o.ä. oder/und eine sehr alte oder historische Bausubstanz erhalten bzw. geschützt werden soll. Je nach Wandaufbau kommen spezielle Packer oder Leitlanzen zur Anwendung. Diese sorgen dafür, dass das injizierte Material auf der außenliegenden Seite des Bauteils austritt und dort die Außenabdichtung bildet.

Die Mauerwerksinjektion als Flächeninjektion findet bei gemauerten Bauteilen Anwendung und basiert auf einem ähnlichen Prinzip mit dem großen Unterschied, dass die Bohrungen nicht durch den gesamten Querschnitt des Mauerwerks hergestellt werden. Die Abdichtung erfolgt somit im Mauerwerk selbst.